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Verkehrsprojekte Schiene (Dokument-Nr.: 13373)
STANDORTPOLITIK
Arbeitskreis Schienenverkehr im Bergischen Städtedreieck
Arbeitskreis Schienenverkehr im Bergischen Städtedreieck
Seit Anfang der 70er Jahre bemühen sich die drei bergischen Großstädte und die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid im Rahmen der damaligen "Arbeitsgemeinschaft DB-Strecke 458" zusammen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Deutsche Bahn AG um eine Attraktivitätssteigerung und Verbesserung des Angebots im Schienenpersonennahverkehr auf der Bahnstrecke Solingen - Remscheid - Wuppertal. Nachdem die ursprünglich einmal angestrebte durchgängige Elektrifizierung dieser Strecke von Düsseldorf über Solingen, Remscheid bis Wuppertal im Rahmen des Aufbaus des S-Bahn-Netzes leider ausgeblieben ist - die S-Bahn S 7 wurde nur bis Solingen Hbf eingerichtet - konzentrierten sich die Bemühungen der Arbeitsgemeinschaft darauf, das Verkehrsangebot auf der DB-Strecke 458 in Richtung eines S-Bahn-Standards zu verbessern. Die Einrichtung des 20-Minuten-Taktes mit neuen Triebfahrzeugen Mitte der neunziger Jahre war ein erster erfolgreicher Schritt, der auch zu nennenswerten Fahrgastzuwächsen auf der Strecke führte. Darüber hinaus verfolgt der Arbeitskreis die Verbesserung bestehender und die Einrichtung von neuen Haltepunkten an der Strecke in Solingen und Remscheid. Ein in der Region des Bergischen Städtedreiecks abgestimmtes Maßnahmenpaket ist schließlich in wesentlichen Teilen Bestandteil des zwischen der DB Station&Service AG und dem Land Nordrhein-Westfalen im Dezember 2000 vertraglich vereinbarten Bahnhofs-Modernisierungsprogramm (MOF-Programm) geworden.
Ursprünglich war beabsichtigt, die Maßnahmen des MOF-Programms bis Ende 2004 umzusetzen. Sich hinziehende Planungs- und Genehmigungsverfahren, insbesondere aber zunehmende Finanzengpässe bei Land und DB AG führten zu spürbaren Zeitverzögerungen. Monatelange Nachverhandlungen über das landesweite MOF-Programm hatten Mitte März 2004 zur Unterzeichnung eines Ergänzungsvertrages zwischen dem Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW (MVEL) und DB Station&Service AG geführt. Das ursprüngliche MOF-Maßnahmenpaket wurde zeitlich gestreckt und in einer - finanziell abgesicherten - ersten Stufe bis 2008 auf 87 Projekte landesweit reduziert. Darin sind bis auf den geplanten neuen Haltepunkt Remscheid-Honsberg alle Maßnahmen an der DB-Strecke 458 enthalten. Anfang 2005 wurde darüber hinausgehend zwischen der Stadt Remscheid und DB Station&Service - in Abstimmung mit dem MVEL - vereinbart, auch den neuen Haltepunkt Remscheid-Mixsiepen in die zweite MOF-Stufe (nach 2008) zurückzustellen. Dafür sollte unter Verwendung von Finanzmitteln, die für Mixsiepen vorgesehen waren, der Haltepunkt Remscheid Hbf qualitativ besser ausgebaut werden als der MOF-Vertrag von März 2004 vorsieht. Die MOF-Maßnahmen der ersten Stufe an der DB-Strecke 458 wurden zum Teil bereits fertiggestellt. Das gesamte Maßnahmenpaket an dieser Strecke wird vom Land Nordrhein-Westfalen sowie aus Mitteln des Bundes und von DB Station&Service AG finanziert.

