INTERNATIONAL
Going International Regionalauswertung für das bergische Städtedreieck
An der deutschlandweiten Umfrage „Going International“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertags haben sich im Winter 2011 3.200 auslandsaktive Unternehmen beteiligt. Aus diesen Ergebnissen hat die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid eine Regionalauswertung aus 116 Fragebögen aus dem bergischen Städtedreieck erstellt. Dabei werden Zahlen und Einschätzungen zu folgenden Themen betrachtet:
- Zusammenfassung
- Zielregionen im Auslandsgeschäft
- Einschätzung der gegenwärtigen Geschäftssituation
- Einschätzung der Geschäftsaussichten für 2012
- Außenwirtschaftliche Aktivität
- Erfolgsfaktoren für das Auslandsgeschäft
- Instrumente der Außenwirtschaftsförderung
- Umfrageteilnehmer
Zusammenfassung
Unternehmen im bergischen Städtedreieck sind, ebenso wie die Unternehmen im bundesdeutschen Durchschnitt, besonders in den westeuropäischen Ländern aktiv. An zweiter Stelle der beliebtesten Auslandsmärkte liegen Länder im asiatischen Raum, gefolgt von den neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in Osteuropa.
Für die Entwicklung in den nächsten 5 Jahren stehen ebenfalls die westeuropäischen Länder und Asien im Fokus der auslandsaktiven Unternehmen. Zudem wird u.a. auch verstärkt ein Ausbau der Auslandsaktivitäten in der Ländergruppe Osteuropa/Russland/GUS geplant.
Die Lageeinschätzung der gegenwärtigen Geschäftssituation variiert zwischen den einzelnen Ländern zum Teil stark. Die beste Beurteilung (häufigste Nennung „gut“) erhalten die deutschen Nachbarländer Schweiz, Österreich, Belgien/Luxemburg und die Niederlande. Besonders schlecht schneidet hier hingegen das Krisenland Griechenland ab, gefolgt von Portugal, Spanien und Irland, die sich ebenfalls auf den letzten Plätzen befinden (hier lagen die meisten Bewertungen „schlecht“ vor).
Die Einschätzung der Geschäftsaussichten für 2012 fallen dagegen deutlich positiver aus. Es überwiegt für die meisten Länder die Erwartung einer Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Ausnahmen bilden hier allerdings neben dem Krisenland Griechenland auch Spanien, Portugal und Irland, für die die Aussichten überwiegend schlecht eingeschätzt werden. Verbesserungen werden allen voran in der Russischen Föderation, der Schweiz, Großbritannien und Polen erwartet.
Die häufigste Geschäftsform bergischer Unternehmen im Ausland ist das Exportgeschäft. Im deutschlandweiten Vergleich ist das bergische Städtedreieck in diesem Bereich überdurchschnittlich aktiv. Auch hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten fünf Jahren gibt weit über die Hälfte der Umfragenteilnehmer an, eine Erweiterung ihrer Exportaktivitäten zu planen. Das Importgeschäft ist die zweithäufigste Geschäftsform, danach folgt ein Engagement über einen selbständigen Kooperationspartner im Ausland. Tochterunternehmen/Niederlassungen unterhalten derzeit knapp 28% der Unternehmen. Ein Ausbau der Tochterunternehmen/Niederlassungen ist bei etwa 10% der Unternehmen geplant. Der Online-Vertrieb über das Internet (E-Commerce) hingegen nimmt bei den bergischen Unternehmen derzeit den letzten Platz ein. Allerdings planen etwa 10% der Unternehmen, ihr Engagement im Ausland in diesem Bereich in den kommenden fünf Jahren auszuweiten.
Für einen Geschäftserfolg im Ausland bewerten bergische Unternehmen stabile politische Verhältnisse, Wechselkursstabilität und einen einfachen Marktzugang als wichtigste Rahmenbedingungen.
Die am häufigsten genutzten Außenwirtschaftsinstrumente stellen im bergischen Städtedreieck private Absicherungsmöglichkeiten wie z.B. Exportkreditversicherungen und Akkreditive dar. Beim Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen hingegen nutzen über die Hälfte der Unternehmen ihr persönliches Netzwerk von Geschäftspartnern und Bekannten. Aber auch die IHK und Banken/Sparkassen werden als Ansprechpartner und Vermittler von jeweils gut einem Drittel der Umfrageteilnehmer in Anspruch genommen.
Die gesamten Umfrageergebnisse stehen in der rechten Menüleiste als Download zur Verfügung.

