. .
Illustration

INNOVATION UND UMWELT

Ergebnisse der IHK NRW Industrieumfrage liegen vor

Wie beurteilt die Industrie in Nordrhein-Westfalen die Standortbedingungen in Deutschland und die Politik der Bundesregierung? Dieser Frage ist die IHK NRW im Rahmen einer landesweiten Umfrage nachgegangen. 180 Industrieunternehmen in NRW beteiligten sich daran.

Nun liegen die Ergebnisse vor. Demnach beurteilt eine knappe Mehrheit der Unternehmen die Maßnahmen der Bundesregierung als positiv. Rund 45 Prozent allerdings bewertet die Politik als „eher hemmend“ bzw. „hemmend“. „Die Industrieunternehmen in NRW wünschen sich eine stärker auf die Belange der Wirtschaft ausgerichtete Politik“, lautet das Fazit von Paul Bauwens-Adenauer, Präsident der IHK NRW.

Die Stärken des Standorts Deutschland sind für die Industrie die Qualität der Fachkräfte, der Soziale Frieden und die Verfügbarkeit von Zulieferern und Dienstleistern vor Ort. Als Defizite nennen die Unternehmen die mangelnde Akzeptanz von industriellen Großprojekten, die Steuern und Abgaben sowie die Energiekosten.
 

Was unternehmen die Betriebe, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten? Um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen, wird mehr als die Hälfte der Unternehmen stärker als bisher bzw. erstmals in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren. Auch die Erschließung neuer Absatzmärkte hat für mehr als 50 Prozent der Befragten Priorität. „Daneben zwingen die hohen Energie- und Rohstoffpreise die Unternehmen zu mehr Effizienz, um künftig bei Preisen und Kosten mithalten zu können“, berichtet Bauwens-Adenauer.

Konkrete Pläne, die Produktion ins Ausland zu verlagern, haben die meisten Unternehmen nicht. „Doch offenbar denken einige Unternehmen – insbesondere aus energieintensiven Branchen – angesichts der stetig steigenden Energiepreise hierzulande über Verlagerungen nach“, sagt Bauwens-Adenauer.

Großen Handlungsbedarf sehen die Unternehmen auf dem Gebiet der Finanz- und Wirtschaftspolitik, insbesondere bei der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und bei Erleichterungen bei der Unternehmenssteuer. Bauwens-Adenauer: „An erster Stelle kommt der Wunsch, den so genannten Mittelstandsbauch und die kalte Progression in der Einkommensteuer zu entschärfen.“

Vor dem Hintergrund der angekündigten Energie-Wende fordern die Unternehmen eine sichere Energieversorgung, den Ausbau der Netze und die forcierte Erforschung neuer Speichertechnologien. In der Arbeitsmarktpolitik wünscht sich die Industrie geringere Lohnzusatzkosten sowie flexiblere Regelungen bei Arbeitszeiten und Kündigungsschutz.

Mit großer Sorge betrachtet die Industrie in NRW die derzeitigen Finanzmarktregulierungen.
„Die Unternehmen fürchten, dass die Banken künftig zurückhaltender bei der Kreditvergabe sein werden, wenn eine höhere Unterlegung der Kredite mit Eigenkapital gefordert wird.“

Die Studie steht zum Download in der rechten Spalte bereit.

DOKUMENT-NR. 81893

  • MEHR ZU DIESEM THEMA

  • ANSPRECHPARTNER

  • Telefon: 0202 2490 805
  • Fax: 0202 2490 899

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • IHK-SERVICE

  • BERGISCHE WIRTSCHAFT

Titel-Ausgabe-Mai-2012_189px

Neu: Blätterbare Webausgabe
Aktuelle Ausgabe des IHK-Magazins
"Bergischen-Wirtschaft". Zum Lesen
klicken Sie bitte auf das Titelbild.

Abomöglichkeit, Media-Daten und
weitere Infos finden Sie hier.

  • IHK 2.0

Kennen Sie schon unser Bergisches IHK-TV? Aktuelle Beiträge 03/2012: Wirtschaftsfaktor Sport "Ohne Moos nix los"; Made im Städtedreieck - Mundharmonikaverstärker externer Link

facebook_logo © www.facebook.com

Seit Juli 2011 ist die Bergische IHK auch auf Facebook vertreten. Wir freuen uns über viele Rückmeldungen und "gefällt mir".  externer Link

twitter_logo © www.twitter.com

Folgen Sie hier dem IHK-Pressesprechers und Stabsbereichsleiters Standortpolitik, Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit, Thomas Wängler. externer Link

xing-logo © www.xing.com

XING für "Bergische New-Kammer"

„New-Kammer” – das sind die neuen Mitglieder unserer Handelskammer. Mit unserer virtuellen New-Kammer-Gruppe auf der Networking-Plattform XING bieten wir Existenzgründern und Jungunternehmern ein Forum, um untereinander und mit uns ins Gespräch zu kommen. mehr

logo_DIHK

Dachorganisation der 80 deutschen IHKs. externer Link

logo_AHK

Die deutsche Wirtschaft ist weltweit mit 120 Auslandshandelskammern, Delegiertenbüros und Repräsentanzen vertreten.
externer Link

  • JAHRESTHEMA 2012